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Ganzkörpertraining zuhause ohne Geräte: Einfacher Plan für Einsteiger

Einfaches Ganzkörpertraining zuhause ohne Geräte: mit wenigen Übungen trainierst du Beine, Oberkörper und Rumpf – ideal für Einsteiger und volle Tage.

Von FitDaheimAktualisiert am 7 Min. Lesezeit
chatgpt image 10. sept. 2026, 18 43 32

Ein effektives Ganzkörpertraining muss weder kompliziert noch lang sein. Du brauchst dafür auch kein Fitnessstudio und nicht zwingend Hanteln, Geräte oder eine große Trainingsfläche.

Gerade für Einsteiger ist ein einfacher Plan oft die beste Lösung.

Wenn du fünf bis sechs grundlegende Bewegungen regelmäßig trainierst, deckst du bereits einen großen Teil dessen ab, was für allgemeine Fitness wichtig ist: Beine, Oberkörper, Rumpf, Koordination und Kreislauf.

Das Ziel ist dabei nicht, jede Einheit perfekt zu machen.

Viel wichtiger ist, dass du einen Ablauf hast, den du auch an einem normalen Arbeitstag wirklich durchziehst.

Wenn du zuerst die Grundlagen verstehen möchtest, lies auch meinen Ratgeber zum Fitwerden ohne Fitnessstudio.

Für wen eignet sich dieses Ganzkörpertraining?

Dieser Plan eignet sich besonders gut, wenn du:

  • gerade mit regelmäßigem Training anfangen möchtest
  • zuhause trainieren willst
  • wenig oder kein Equipment besitzt
  • nicht viel Zeit hast
  • wieder eine einfache Routine aufbauen möchtest
  • zusätzlich zu Laufen, Wandern, Radfahren oder anderen Sportarten etwas Krafttraining einbauen willst

Wenn du bereits sehr erfahren trainierst, wird dir der Plan wahrscheinlich zu leicht sein. Dann kannst du die Übungen aber schwerer machen oder zusätzliche Gewichte verwenden.

Was trainierst du bei einem Ganzkörpertraining?

Ein Ganzkörpertraining versucht, die wichtigsten Muskelgruppen innerhalb einer Einheit abzudecken.

Dazu gehören vor allem:

  • Beine und Gesäß
  • Brust
  • Schultern
  • Rücken
  • Rumpf
  • allgemeine Stabilität

Ohne Geräte ist vor allem der Rücken etwas schwieriger gezielt zu trainieren. Trotzdem kannst du mit passenden Übungen eine gute Basis schaffen.

Für Einsteiger reicht das vollkommen aus, um eine regelmäßige Kraft-Routine aufzubauen.

Das einfache Ganzkörpertraining

Für den Anfang reichen sechs Übungen.

Du brauchst dafür nur etwas Platz und eventuell eine Trainingsmatte.

1. Kniebeugen

Trainiert: Beine, Gesäß und Rumpf

Stell deine Füße ungefähr schulterbreit auf und senke dein Gesäß kontrolliert nach hinten und unten.

Achte darauf, dass deine Knie in Richtung deiner Fußspitzen zeigen und dein Oberkörper stabil bleibt.

Empfehlung:
10 bis 15 Wiederholungen

2. Liegestütze

Trainiert: Brust, Schultern, Trizeps und Rumpf

Wenn normale Liegestütze noch zu schwer sind, kannst du sie an einer erhöhten Fläche machen, zum Beispiel an einem Tisch oder einer stabilen Bank.

Eine weitere Möglichkeit sind Liegestütze auf den Knien.

Empfehlung:
6 bis 12 Wiederholungen

3. Ausfallschritte

Trainiert: Beine, Gesäß, Gleichgewicht und Stabilität

Mach mit einem Bein einen kontrollierten Schritt nach vorne und senke den Körper ab.

Drück dich anschließend wieder zurück in die Ausgangsposition.

Wechsle die Seite regelmäßig.

Empfehlung:
8 bis 12 Wiederholungen pro Seite

4. Glute Bridge

Trainiert: Gesäß, hintere Oberschenkel und Rumpf

Leg dich auf den Rücken und stell die Füße auf.

Hebe die Hüfte kontrolliert an, bis dein Körper ungefähr eine Linie von den Schultern bis zu den Knien bildet.

Danach langsam wieder absenken.

Empfehlung:
12 bis 20 Wiederholungen

5. Plank

Trainiert: Rumpf und allgemeine Körperspannung

Stütz dich auf Unterarmen und Zehenspitzen ab.

Versuche, deinen Körper möglichst gerade zu halten und nicht ins Hohlkreuz zu fallen.

Empfehlung:
20 bis 45 Sekunden

6. Mountain Climbers

Trainiert: Rumpf, Schultern und Kreislauf

Starte in einer hohen Stützposition und zieh abwechselnd die Knie in Richtung Brust.

Die Übung kann langsam und kontrolliert oder etwas dynamischer ausgeführt werden.

Empfehlung:
20 bis 40 Sekunden

So sieht eine komplette Einheit aus

Für Einsteiger würde ich mit zwei bis drei Runden starten.

Ein Beispiel:

  1. 12 Kniebeugen
  2. 8 Liegestütze
  3. 10 Ausfallschritte pro Seite
  4. 15 Glute Bridges
  5. 30 Sekunden Plank
  6. 30 Sekunden Mountain Climbers

Danach:

60 bis 120 Sekunden Pause

Anschließend beginnt die nächste Runde.

Damit dauert die gesamte Trainingseinheit je nach Pausen ungefähr 15 bis 25 Minuten.

Das ist für den Anfang völlig ausreichend.

Wie oft solltest du das Training machen?

Für Einsteiger reichen zwei bis drei Ganzkörpereinheiten pro Woche meistens vollkommen aus.

Zum Beispiel:

Montag: Ganzkörpertraining
Mittwoch: Spaziergang, Laufen oder Mobility
Freitag: Ganzkörpertraining
Wochenende: Wandern, Radfahren oder andere Bewegung

Du musst dich aber nicht an genau diesen Rhythmus halten.

Viel wichtiger ist, dass der Plan in deinen Alltag passt.

Wenn du nur zweimal pro Woche Zeit hast, ist das immer noch deutlich besser, als einen unrealistischen Fünf-Tage-Plan nach kurzer Zeit wieder aufzugeben.

Wenn du Beweglichkeit zusätzlich gezielt einbauen möchtest, findest du hier meine einfache 10-Minuten-Mobility-Routine für den Alltag.

Wie machst du das Training schwieriger?

Nach einigen Wochen wird dein Körper sich an die Belastung gewöhnen.

Dann musst du nicht sofort neues Equipment kaufen.

Du kannst die Übungen zunächst auf andere Arten schwerer machen:

  • mehr Wiederholungen
  • zusätzliche Runde
  • langsamere Ausführung
  • längere Plank-Zeit
  • kürzere Pausen
  • schwierigere Übungsvarianten

Bei Kniebeugen kannst du zum Beispiel langsamer nach unten gehen oder kurze Pausen in der tiefsten Position einbauen.

Bei Liegestützen kannst du von erhöhten Liegestützen zu normalen Liegestützen wechseln.

So kannst du auch ohne zusätzliches Equipment Fortschritte machen.

Wenn du irgendwann Equipment ergänzen möchtest, findest du in Welches Fitness-Equipment brauchst du zuhause wirklich? eine einfache Übersicht, womit du sinnvoll starten kannst.

Was ist wichtiger: Dauer oder Regelmäßigkeit?

Ganz klar: Regelmäßigkeit.

Eine einzelne 90-Minuten-Einheit bringt dir wenig, wenn du danach zwei Wochen gar nichts machst.

Drei kurze Einheiten pro Woche können langfristig deutlich sinnvoller sein.

Gerade deshalb finde ich kurze Home-Workouts so praktisch.

Du kannst sie leichter in den Alltag integrieren und musst nicht erst irgendwo hinfahren.

Auch an Tagen, an denen wenig Zeit oder Motivation vorhanden ist, sind 15 Minuten häufig noch machbar.

Wenn dir digitale Trainingspläne oder das Dokumentieren deiner Einheiten helfen, findest du in Fitness-Apps: Welche Funktionen wirklich hilfreich sind eine Orientierung, worauf du dabei achten solltest.

Passt das Training auch zu anderen Sportarten?

Ja.

Gerade wenn du viel läufst, wanderst, Rad fährst oder andere Ausdauersportarten machst, kann etwas Krafttraining eine gute Ergänzung sein.

Du trainierst damit Muskelgruppen und Bewegungsmuster, die bei reinem Ausdauertraining oft zu kurz kommen.

Auch für Bouldern oder Klettern kann allgemeine Rumpf- und Beinkraft hilfreich sein.

Du musst also nicht zwischen Krafttraining und Outdoor-Sport wählen.

Beides lässt sich sehr gut kombinieren.

Häufige Fehler beim Training zuhause

Ein häufiger Fehler ist, direkt zu viel zu wollen.

Viele starten mit einem sehr ambitionierten Plan und versuchen jeden Tag zu trainieren.

Nach kurzer Zeit wird es dann zu viel.

Besser ist es, mit einem kleinen Plan zu starten und diesen konstant durchzuziehen.

Weitere typische Fehler:

  • Übungen zu schnell ausführen
  • Technik zugunsten vieler Wiederholungen vernachlässigen
  • keine Pausen machen
  • zu früh komplizierte Übungen wählen
  • sich ständig mit anderen vergleichen

Gerade am Anfang solltest du dich auf saubere Bewegungen konzentrieren.

Fortschritt kommt mit der Zeit.

Training ist nur ein Teil der langfristigen Entwicklung. Welche Rolle Eiweiß dabei spielt, erkläre ich in Protein im Alltag: Wie viel brauchst du wirklich?“.

Fazit

Für ein sinnvolles Ganzkörpertraining zuhause brauchst du kein Fitnessstudio und auch kein teures Equipment.

Ein paar einfache Übungen reichen für den Start vollkommen aus.

Kniebeugen, Liegestütze, Ausfallschritte, Glute Bridges, Planks und Mountain Climbers decken bereits viele wichtige Bereiche ab.

Wenn du zwei bis drei solcher Einheiten pro Woche machst und dich zusätzlich im Alltag bewegst, hast du eine sehr gute Grundlage.

Das Ziel ist nicht, möglichst kompliziert zu trainieren.

Es geht darum, eine Routine zu finden, die du langfristig beibehalten kannst.

Einfach anfangen. Regelmäßig bewegen. Schritt für Schritt stärker werden.

Häufige Fragen

Reichen 20 Minuten Ganzkörpertraining wirklich aus?

Ja, vor allem für Einsteiger können 15 bis 30 Minuten vollkommen ausreichen. Entscheidend ist, dass du regelmäßig trainierst und die Übungen mit sauberer Technik ausführst.

Kann ich jeden Tag Ganzkörpertraining machen?

Für Einsteiger ist das meist nicht notwendig. Zwei bis drei Einheiten pro Woche reichen häufig aus und geben deinem Körper genug Zeit zur Erholung.

Brauche ich für Ganzkörpertraining eine Trainingsmatte?

Nein, zwingend notwendig ist sie nicht. Bei Übungen am Boden wie Planks oder Glute Bridges kann eine Matte aber angenehmer sein.

Was mache ich, wenn Liegestütze noch zu schwer sind?

Starte mit einer leichteren Variante, zum Beispiel an einer Wand, einem Tisch oder einer erhöhten Bank. Mit der Zeit kannst du die Höhe reduzieren.

Wie lange sollte ich diesen Trainingsplan machen?

Du kannst den Plan mehrere Wochen verwenden. Sobald er deutlich zu leicht wird, erhöhe Wiederholungen, Runden oder den Schwierigkeitsgrad einzelner Übungen.

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